Dies ist eine kompakte Übersicht zu Peptide — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
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Nachdem Bethmann Hollweg im Juli 1917 gestürzt worden war, wiederholte Nernst in eigener Regie seinen Versuch ein letztes Mal im Dezember 1917. Delbrück-Denkschrift Nernst gehörte zu den Unterzeichnern einer Denkschrift des Historikers Hans Delbrück vom 30. Juni 1917, in der gefordert wurde, das Dreiklassenwahlrecht in Preußen durch allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlen zu ersetzen. Die weiteren Unterzeichner waren Alexander Dominicus, Paul Rohrbach, Friedrich Thimme, Emil Fischer, Adolf von Harnack, Friedrich Meinecke und Ernst Troeltsch.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Drohende Strafverfolgung === Bald nach der Kapitulation des Kaiserreichs am 11. November 1918 machten Listen zur Auslieferung gesuchter Personen bzw. „Listen der Kriegsverbrecher“ von unterschiedlicher Authentizität, Zusammensetzung und Länge die Runde. Nernst gehörte mit Carl Duisberg, Fritz Haber und Walther Rathenau zu denjenigen, die darin meist an vorderster Stelle angeführt waren. Die Artikel 228 und 229 des Versailler Vertrags vom 28. Juni 1919 verpflichteten die deutsche Regierung, deutsche Personen, die von Siegerstaaten wegen eines Verstoßes gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges angeklagt waren, an deren Militärgerichte auszuliefern. Nach Artikel 230 hatte die deutsche Regierung Urkunden und Auskünfte jeder Art zu liefern, die zur Aufklärung für notwendig gehalten wurden. Die Siegermächte stellten außerdem Untersuchungskommissionen zusammen, die Chemiewerke inspizierten und Verdächtige befragten. Nach Inkrafttreten des Friedensvertrags am 16. Juli 1919 war für einige Monate unklar, ob die Siegermächte tatsächlich auf Auslieferung von Wissenschaftlern wie Nernst zur Ermittlung wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen bestehen würden. Haber setzte sich in die Schweiz ab; Nernst ging zunächst nach Schweden, dann ebenfalls in die Schweiz. Als sich die Signale mehrten, dass sie nicht mit Auslieferung und Verurteilung zu rechnen hatten, kehrten sie Ende 1919 wieder nach Deutschland zurück.
Quellen: de.wikipedia.org
Beide wurden zwar nach ihrer Rückkehr von einer alliierten Kommission nach den deutschen Aktivitäten bei der Entwicklung und Produktion chemischer Waffen befragt, aber danach nicht weiter behelligt. Die Liste der Interalliierten Militär-Kontrollkommission umfasste im Februar 1920 noch fast 900 zur Auslieferung Gesuchte. Sie schrumpfte bis zum Mai 1920 auf 45 Namen und enthielt nun weder Nernst noch Haber. 1924 pries ein Text in der Zeitschrift des Vereins Deutscher Chemiker Nernsts Verdienste für die Kriegstechnik mit den Worten: „Nernst wurde […] mit kriegstechnischen Arbeiten betraut. Der Erfolg und die Bedeutung derselben geht wohl am besten daraus hervor, daß sein Name an erster Stelle unter denen stand, deren Auslieferung das feindliche Ausland verlangte.“
Quellen: de.wikipedia.org
=== Weimarer Kreis === Nernst zählte zu den Initiatoren und Mitgliedern des Weimarer Kreises, einer im April 1926 gegründeten Gruppierung von Hochschullehrern, die sich offen zur Weimarer Republik bekannten. Acht Professoren aus Berlin hatten das Einladungsschreiben zum ersten Treffen in Weimar unterzeichnet. Außer Nernst waren dies die Historiker Hans Delbrück, Gustav Mayer, Friedrich Meinecke und Karl Stählin sowie der Theologe Adolf von Harnack, der Jurist Wilhelm Kahl und der Kunsthistoriker Werner Weisbach. Nernst und seine Mitstreiter repräsentierten eine Minderheit. Nur etwa jeder zehnte Hochschullehrer stimmte ideologisch mit dem Weimarer Kreis überein.
Quellen: de.wikipedia.org
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